So sieht’s aus!

Sonnenschein, zur Arbeit gehen, zwischendurch mit den Kollegen quatschen, vielleicht etwas Bestätigung erhalten… Danach noch draußen im Café sitzen, den Herbst genießen, mit dem Nachbartisch ins Gespräch kommen, sich durch den restlichen Tag treiben lassen…wie wundervoll!

Aber nicht mein Leben!

Kinder fertig machen, abliefern, nach Hause kommen, schmutzige Wäsche rein, trockene Wäsche raus und legen, durchs Bad wuscheln, aufräumen, einmal saugen, den Rest ignorieren und dann…puuuh, erstmal einen Kaffee trinken, mich sammeln. Welche Termine stehen an, für wen muss noch ein Geschenk besorgt werden, wer muss wann wohin, wer muss was wohin mitnehmen, wer muss woran denken- was koche ich heute/morgen, hab ich alles dafür da?!

Dann der Kleinste- spazieren gehen oder zum Spielplatz oder den Kumpel treffen oder mit ihm spielen oder ihn einfach spielen lassen. Beachten, beruhigen, kuscheln, trösten, versorgen…

Mittagessen kochen.

Nach der Raubtierfütterung den Kleinsten schlafen legen, das Schulkind in Empfang nehmen, gemeinsam Essen, Zuhören, Hausaufgaben, vielleicht das Diktat üben, den Text für das Krippenspiel abfragen- ohje, das Kostüm für das Bühnenstück, wo krieg ich das noch her..

Nach der Mittagsruhe des Kleinsten los zur Kita-

Nachmittagsprogramm.

Den einen zum Schwimmmen bringen, vorher die anderen zur Oma lotsen, den Großen noch bei der Verabredung absetzen und danach das Ganze wieder Retoure. Zwischendurch noch schnell die Fußballschuhe für die Halle kaufen.

Abends das Abendbrot vorbereiten, die Kinder zum Aufräumen zwingen, äh, bringen, noch etwas Fernsehen lassen, Abendessen, eine Milch für den Kleinsten, Waschanlage, vorlesen- Gute Nacht!

Ab aufs Sofa, die restliche Wäsche legen, einsortieren. Schluss!!

Jetzt noch mit dem Mann in Ruhe reden, ein paar Reihen stricken oder ein paar Zeilen tippen…Zeit ohne Mama hier, Mama da genießen. Zu lange, dann ins Bett und am nächsten Tag grüßt mich das Murmeltier.

So sieht’s aus!

DAS ist mein Leben. Ich liebe nicht alles. Und es gibt sie, die Tage an denen ich genervt bin und fertig und mich frage “Wo bleibe ich?”. Der ganze Aufwand, den kein anderer sieht. Die unsichtbare Arbeit, die mich manchmal wie im Hamsterrad am Laufen hält.

Mit vielen Kindern hat man viel zu tun und muss auf manches verzichten, das ist so. Aber um nichts in der Welt wollte ich tauschen und bin dankbar, dass ich auf dieses Glück nicht verzichten muss. Trotz all der Arbeit könnte ich mir kein reicheres Leben vorstellen.

Und wenn ich mir im größten Chaos jedes Einzelne meiner Kinder anschaue, frage ich mich “Wie hätte ich glücklicher ohne Dich sein können?!”

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In diesem Sinne alles Liebe

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