Vom Großwerden und Loslassen

Unser Erstgeborener ist selbstbewußt, kann gut für sich sorgen, seinen Bedürfnisse nachgehen und sie auch durchsetzen, ohne andere dabei aus dem Auge zu verlieren. Und: er ist, was alle Freiheiten angeht, absolut verlässlich.

Ein typischer Erstgeborener, wie ich finde.

Wie hier *klick* beschrieben, konfrontieren uns die Ersten aber auch immer wieder mit neuen Herausforderungen und mit dem, was sich tief in uns selbst abspielt. Die Erfahrungen, die wir mit unseren Kindern machen, zwingen uns dazu, unser eigenes Denken und Handeln zu reflektieren.

Mein Großer,

Gerade bemerke ich wieder einen Umbruch, eine Entwicklung.

Du möchtest mehr alleine machen, alleine schaffen. Unabhängiger sein. Alleine zu Deinen Freunden fahren, für uns schnell was im Supermarkt besorgen (und dort noch etwas stöbern), gemeinsam mit dem Kumpel mit dem Bus zu ihm fahren und nun auch die 2km mit dem Fahrrad zur Schule.

Alleine. Morgens, wo es doch gerade so dunkel ist.

Du musst im Alltag vieles tun, was ich Dir vorgebe und mir vertrauen, wenn ich sage “Es ist noch nicht so weit, gedulde Dich”.

Aber auch ich muss Dir vertrauen, wenn Du mir sagst “Mama, ich schaffe das!”.

Ich möchte Dich probieren lassen, Dich wachsen lassen, Dich ziehen lassen.

Jeden Tag ein Stückchen mehr.

Weil ich Dich so liebe.

Wieder ein erstes Mal Auseinandersetzen, Zulassen, Vertrauen, Ängste überwinden-meine Ängste.

Auch ich brauche meine Zeit, aber ich bin jetzt soweit. Und es ist gut so.

Denn auch ich wachse mit meinen Kindern.

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In diesem Sinne alles Liebe!

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