Unsere grünen Entscheidungen

Manchmal sind es die kurzen Gespräche zwischen Tür und Angel, die mich dazu bringen, ein paar Zeilen zu tippen.

Gestern z.B. traf ich eine liebe Kitamama beim Abholen meines Vorschulkindes. Wir unterhielten uns über die Stoffwindeln und ich kam darüber auf weitere grüne Entscheidungen, die wir als Familie in den vergangenen Jahren getroffen haben…

veganWährend meiner dritten Schwangerschaft, stieß ich auf das erste gebundene und kommerziell vermarktete Kochbuch von Attila Hildmann „Vegan for Fun“. Ich war sofort begeistert von seinen Rezepten und stellte fest, wie gut mir diese Form der Ernährung tat. Ich stellte damals komplett auf vegane Ernährung um und was soll ich sagen, es war die beste Schwangerschaft mit den geringsten Komplikationen und Zipperlein. Ich fühlte mich sehr fit und war happy.

Man mag von Attila Hildmann halten, was man will. Ich finde ihn auch oft unsympathisch und selbstgefällig. Aber ich liebe seinen Pioniergeist, er ist seinen eigenen Weg konsequent gegangen und ich bin der Meinung, er war maßgeblich daran beteiligt, den Veganismus aus der Hardliner-Nische herauszuholen.

Ich begann, unsere Lebensweise auf den Prüfstand zu stellen und las dazu u.a. diese Bücher.

41FzgVXAxRL._SX314_BO1,204,203,200_
51-oVWwC7qL._SX334_BO1,204,203,200_
51ZmfZlm5OL._SX300_BO1,204,203,200_

Leo Hickmann- Fast nackt *klick*

Vanessa Farquharson- Nackt schlafen ist bio *klick*

Colin Beavan- Alles Öko! *klick*

Alle drei Bücher sind die dokumentierten Selbstversuche, ein nachhaltigeres Leben zu führen. Möglichst klimaneutral, bewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen, Müllvermeidung, Ernährung- diese und noch mehr Themen finden in den kurzweiligen, amüsanten und zum Teil auch grotesken Geschichten statt.

Natürlich ist nicht alles umsetzbar-ich würde keinen Kompost mit einem Sack Würmern auf meinem Balkon oder besser noch in der Wohnung anlegen- und dennoch hat mich einiges inspiriert, auch hier im Hause Mrs. Mama an ein paar Schräubchen zu drehen. Der Fokus lag für uns dabei in der Minimierung unseres Hausmülls und in der Vermeidung von Plastik.

Über unseren Schritt zu Stoffwindeln habe ich bereits hier *klick* und hier *klick* berichtet. Eine super Sache, die ich nie bereut habe.

Der nächste wesentliche Schritt war, sämtliche Aufbewährungsbehälter aus Plastik aus unserem Haushalt zu verbannen. Wir erstetzten Brotdosen durch Edelstahldosen, die Besten habe ich Euch hier *klick* vorgestellt und kann sie Euch vorbehaltlos weiter empfehlen.

Günstige Exemplare sind z.B. diese *klick* (oben rechts auf dem Bild). Die Klemmen erliegen mit der Zeit dem Verschleiß, aber die Deckel halten trotzdem gut.

9a8db0c839
gdrah400
61HKYqNI40L._SL1500_
Emil_die_Flasche_Bio_uni_blau

Alle weiteren Aufbewahrungsbehälter ersetzten wir durch Drahtbügelgläser, die wir hier *klick* bestellten.

Aber Obacht, wir bestellten eine recht große Menge auf einmal und bekamen gleich säckeweise Schaumstoff-Füllmaterial mitgeliefert. Was für eine Ironie, war es doch genau das, was wir eigentlich vermeiden wollten! Möglicherweise kann man den Wunsch äußern, dieses durch Packpapier o.ä. zu ersetzen (->?!). Besser ist es natürlich, sie im stationären Einzelhandel zu kaufen und auch der Schwede hat inzwischen verschiedene Glasbehälter im Sortiment.

Bei den Trinkflaschen haben wir uns zu der Zeit für Emil die Flasche entschieden, es gibt aber auch viele tolle Edelstahlvarianten, die noch unkaputtbarer sind und inzwischen auch andere Glasflaschen-Optionen.

Ich bin dabei von meinem eigenen ‚Mundgefühl‘ ausgegangen, ich trinke am liebsten aus Glas. Sprudelwasser aus Pastikflaschen, Alu-Flaschen oder eben auch Edelstahl sind einfach nicht mein Ding. Allerdings muss man hier ein gewisses Gewicht der Flasche in Kauf nehmen, was vor allem bei Schulkindern mit ohnehin schwerem Tonni eine Rolle spielen könnte…

Für meine Babys gab es Trinkflaschen aus Glas von Nuk und Avent. Sie sind hygienischer, kommen ohne Probleme in die Spülmaschine und es können keinerlei Schadstoffe austreten.

nuk_new_classic_babyflasche_240ml_1_l_1
1428409828-2208

Wir haben viele weitere Dinge im Alltag probiert, einiges davon wieder verworfen, einiges beibehalten. Vielleicht berichte ich ein andermal davon. Es ist ein stetiges Annähern an ein Ideal, welches man wahrscheinlich nur bargeldlos, containernd und als absoluter Freak erreichen kann.

Dennoch belächele ich Menschen nicht, die ihren Weg ‚für eine bessere Welt‘ in aller Konsequenz verfolgen. Ich bewundere sie und messe mich an denen, die es besser machen, als ich. Genau von diesen Menschen schaue ich mir vieles ab und bedaure oft, nicht selbst konsequenter zu sein.

Runtergebrochen auf mein Leben, finde ich es jedoch wichtig, nicht allzu dogmatisch zu sein. Es muss nicht alles immer gleich perfekt und stimmig sein. Auch kleine Schrauben können viel bewirken.

Menschen mit entweder-ganz-oder-gar-nicht-Mentalität sind meist die, die NICHTS verändern!

Super-inspirierend fand ich damals übrigens diese Frau:

In diesem Sinne die liebsten Grüße

icm_fullxfull.72464155_b63llbfsbbww8kcg440c

Und wie immer gilt: Like it, if you like it! Schenk mir ein Herzchen, wenn Dir mein Beitrag gefallen hat!

Merken

2 thoughts on “Unsere grünen Entscheidungen

  1. Seit ich Kinder habe (mittlerweile sind es auch 4), bin ich Stück für Stück „grüner“ geworden. Vegetarierin, Gärtnerin, Müllvermeiderin, Demeter-Fan, Öko-Kleidungträgerin und Holzspielsachenliebhaberin. Ich glaube, Kinder machen einen zu einem besseren Menschen 🙂

    Liebe Grüße

Comments are closed.